Ich finde es immer beeindruckend, wenn einige Grundsätze in ganz unterschiedlichen Behandlungsrichtungen zu finden sind.
Zu gerne betrachte ich auch einmal andere Therapieformen und natürlich kann ich dann nicht immer meinen Kopf ausschalten und finde mich dann gedanklich in einer Form als Testperson wieder. So durfte ich vor kurzem in einem Hamam ein Peeling und eine Massage mit Seifenschaum genießen.
Davon einmal abgesehen, dass die Steinunterlage zwar warm, aber recht hart war … 😉 … konnte ich erstaunlich gut abschalten und die einstündige Behandlung wirklich genießen.
Die warmen Wassergüsse massieren den Körper sehr sanft und flächig, ein tolles Gefühl. Das Peeling mit einem Handschuh, gleicht absolut der ayurvedischen Garshan-Massage, einzig das Wasser machte hier den Unterschied. Anschließend wurde mit Hilfe eines Tuches der wohl am meisten bekannte Seifen-Schaum-Teppich auf meinen Körper gelegt und mit Hilfe von großflächigen Ausstreichungen das Gewebe massiert – wieder eine ganz ähnliche Form der Manualtherapie.
Was mir allerdings erspart blieb, waren die sehr tiefgehenden schon fast grob wirkenden Massagetechniken – im Ayurveda gibt es dafür den Begriff Mardhana. Eine Druckmassagetechnik, welche die Regeneration anregt und tief sitzende Verspannungen löst.

Alles in allem eine schöne Erfahrung und einmal mehr beeindruckend, wie sich über eine sehr lange Zeit, Therapieformen entwickelt und vielleicht voneinander gelernt haben?